Zum Tag der Deutschen Einheit

Vor 30 Jahren wurde eine Linde zum Anlass der deutschen Wiedervereinigung auf dem Gelände des Kriegerdenkmals in der Bahnhofstraße Odernheims gepflanzt. Das ist schon lange her. Hehre Worte auf der damals angebrachten Erinnerungstafel sind schon halb verblasst und die Linde fiel einer Krankheit zum Opfer. Zu Beginn des Jahres wurde sie gefällt. Auch eine Art von Symbolik.

Soll das so bleiben oder wird diesen Herbst ein neuer Einheitsbaum gepflanzt?

2 Antworten auf „Zum Tag der Deutschen Einheit“

  1. Also das erinnert einen mal wieder daran, wie rasant sich alles seit der Wiedervereinigung verändert hat. Damals gab es noch keine Smartphones, kein Internet, keine E-Mail, und auch keinen Odernheimer Block ! Man schrieb sich noch Briefe und Postkarten. Kann sich überhaupt noch jemand an Helmut Kohl, Willy Brandt, oder Erich Honecker erinnern ?

  2. Unter der Last der großen, sicher nicht nur im beschaulichen Odernheim herumgetragenen politischen Lüge, das deutsche Volk hätte am 3. Oktober 1990 in freier Selbstbestimmung die Einheit und Freiheit Deutschlands vollendet, wäre vermutlich jedes Lebewesen jämmerlich eingegangen. Die arme Linde hatte durch den systematischen Hintergrundbefall der Lindenlügmilbe doch nicht den geringtsen Hauch einer Chance zu gesundem Wachstum. Bei den Germanen und den Slawen galt die Linde als heiliger Baum und so wundert es kaum, dass dieses Exemplar im giftigen Umfeld des poltischen Lügengespinnstes nicht gedeihen konnte. Auf Tanzfeste oder Dorfgerichte kannst du unter diesen Voraussetzungen lange warten. So lange bis du schwarz wirst. Wie heute jeder weiß, zumindest jeder, der regelmäßig die Schule geschwänzt und keine Universität besucht hat, ist die DDR als Völkerrechtssubjekt mit dem Beitritt zur BRD jämmerlich abgesoffen. Und wir alle mit ihr. Gluck gluck gluck „Nun ade, du mein lieb Heimatland, lieb Heimatland, ade …“ Die andere Option, die das Grundgesetz eröffnete, nämlich im Wege einer neuen gesamtdeutschen Verfassung nach Artikel 146 GG zur Einheit zu gelangen, blieb bis heute bekanntlich ungenutzt.

    Der Wuchs der Linde ist übrigens „sympodial“, das bedeutet, dass das weitere Wachstum der Sprossachse nicht von der Hauptachse, sondern von den Seitenachsen fortgesetzt wird.

    LG Euer Sams

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.